Empirelinie

Kleider mit Empirelinie stammen ursprünglich aus der Zeit des Kaiserreichs Napoleons („Empire“). Empirekleider haben eine deutlich erhöhte Taille, die mit einer Quernaht direkt unterhalb der Brust betont wird. Auch die Büstenpartie wird so perfekt in Szene gesetzt. Kleider mit Empirelinie können kurz- oder langärmelig sein und fallen ab Taillenhöhe A-linienförmig in fließender Form bis zum Saum.

Für im Empirestil geschnittene Kleider werden meist leichte, zarte Stoffe verwendet, die in perfektem Fluss von der Taille abwärts fallen. So sind nicht nur Sommerkleider, sondern auch viele Cocktail- und Abendkleider im Empirestil entworfen. Empirekleider wirken romantisch, jung und feminin und eignen sich hervorragend, um kleine Rundungen perfekt zu kaschieren. Mit Verzierungen aus Stoff oder Perlen oder mit Stickereien werden zusätzliche Akzente gesetzt.

Die Empire-Linie lenkt den Blick hauptsächlich auf das Dekolleté, die Taille bleibt unbetont und die Problemzonen der Hüfte werden kaschiert. Das hübsch betonte Dekolleté schmückt oft ein Herzausschnitt. Durch eine Raffung unter der Brust hat die Linie eine sehr feminine und romantische Wirkung. Die Hüften sind meist breiter gebaut, der Po ist rund und der Busen ist ausgeprägt – Diese Eigenschaften zeichnet die typische Empire-Linie aus. Da das füllige Dekolleté auf sich aufmerksam machen soll, kann man hier in der Ausschnittgestaltung mit Asymmetrie arbeiten. Diese gewisse Unruhe wirkt interessant und zieht Blicke automatisch an. Auch Muster oder Raffungen im Oberteil lenken die Aufmerksamkeit auf den oberen Teil des Kleidungsstückes und somit weg von den Problemzonen. Die Hüfte sollte generell nicht ausgeschmückt werden, d.h., auf Rüschen und Volants in Höhe der Hüfte sind zu verzichten. Der komplette untere Teil des Kleidungsstückes sollte somit schlicht gehalten werden, damit der obere Teil hingegen die Aufmerksamkeit bekommt, welche er verdient.

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