Ballkleid

Ballkleider sind aufwendig gearbeitete Kleider aus hochwertigen Stoffen. Am häufigsten sind Taftkleider und Chiffonkleider. Aber auch Spitze, Tüll, Seide oder Samt können bei einem Ballkleid verarbeitet sein. Oft sind sie mit Perlen- und Paillettenstickereien verziert. Ein Ballkleid kann aber auch ein Paillettenkleid sein. In dem Fall hat es eine allover Bestickung. Das klassische Ballkleid ist bodenlang. Für eine Frau ist einmal ein Ballkleid zu tragen ein absoluter Mädchentraum. Denn in einem Ballkleid fühlt man sich stets wie eine Prinzessin. Das kommt auch nicht von ungefähr. Ihren Ursprung finden Ballkleider bei dem Adel des frühen Mittelalters. Damals waren Ballkleider nur den Damen mit höherem Stand vorbehalten. Heutzutage trägt jedermann Ballkleider zu den verschiedensten Anlässen. Wie den Abschlussbällen, Tanzbällen, zu Hochzeiten oder zum Theater. Kombiniert werden Ballkleider mit Stola oder Bolero. Persönliche Sachen bewahrt man in einer eleganten Abendtasche. Zu einem so edlem Kleid sind hohe Schuhe ein Muss. Die männliche Begleitung erscheint passend zur Dame in Smoking oder Anzug. Schon früher sahen die Ballkleider aus wie schimmernde Märchenkleider. Man nannte das Ballkleid häufig Robe. Dieses Kleid besaß einen Unterrock oder oftmals auch einen Reifrock. Es hatte tief eingelegte Falten im Vorder- und Rückteil und wurde meistens unter der Brust geschnürt. Die langen Trompetenärmel gingen unten weit auseinander und schwangen beim Tanzen mit. Die Schnürbrust wurde vielmals durch einen aufwendig gestalteten Stecker bedeckt. Das Haar wurde zum Ballkleid immer hochgesteckt getragen. Offenes Haar wurde kaum gesehen. Oft wurden auch Masken zum Maskenball getragen. Sie brachten etwas Geheimnisvolles mit sich, da man nicht das ganze Gesicht sah und sich der Blick somit hauptsächlich auf die Augen fixierte.

Auch heute erinnern die Ballkleider noch an Märchen und verzaubern jede Dame in eine Prinzessin. Dabei ist festzuhalten, dass die Regeln zum Ballkleid sich sehr gelockert haben. Bei den Ballkleidern von heute wird viel mehr Haut gezeigt, indem die Schultern freigelassen werden, oder gleich ein trägerloses Kleid gewählt wird. Auch die Länge ist variabler geworden. Es ist nicht mir Gang und Gebe, dass das Ballkleid bis zum Boden reichen muss, so wie es früher einmal war. Es sollte jedoch die Knie bedecken. Immer häufiger sind auch Rückenausschnitte zu sehen, an welche man früher nicht einmal gedacht hätte. Auch wenn sich all dies aufgelockert hat, sollte man im Hinterkopf behalten, dass Ballkleider jedoch immer noch etwas Geheimnisvolles bezwecken sollen. Man sollte deshalb immer eine hautfarbene Strumpfhose tragen und die Beine nicht unbedeckt lassen. Ebenso ist darauf zu achten, dass die Dessous nicht hervorblitzen und in schlichten Farben gehalten sind, sodass sie nicht durchscheinen. Die Schuhe sollten bequem und nicht zu hoch sein, damit man sich beim Tanzen problemlos bewegen kann. Es ist also von Vorteil einen Schuh zu wählen, in dem man viel Halt hat und sich sicher fühlt. Oft gewählte Schuhe sind die Riemchenschuhe, da sie zusätzlichen Halt geben. Je nach Aufwendigkeit des Kleides ist auch der Schmuck auszuwählen. Ist das Kleid vielfach bestickt oder verziert, sollte man sich bei der Aufwendigkeit des Schmuckes zurückhalten und lieber schlichteren Schmuck auswählen. Sollte das Kleid allerdings sehr klar und schlicht, so kann man z.B. auf eine auffälligere Kette zurückgreifen.

Das Kleid hat die Aufgabe, die eigene Persönlichkeit widerzuspiegeln. Man sollte sich daher nicht verkleidet fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass für sich passende Kleid auszuwählen. Für sportliche Frauen wären somit Kleider zu empfehlen, die klare Linien und eine schlichte Eleganz aufweisen. Die noblen und ausgefallenen Frauen sollten ein eng anliegendes Oberteil mit einem schönen Ausschnitt auswählen. Dazu ein fallender, schwingender Rock, der ihre Weiblichkeit unterstreicht. Bei den Frisuren dagegen hat sich nicht ganz so viel geändert. Es ist wie früher immer noch gut angesehen, wenn die Haare hochgesteckt sind und sich zu einer Frisur des Alltags unterscheiden.

Zurück zum Lexikon